Nach den Anschlägen in Magdeburg und München wurden die Sicherheitskonzepte für Veranstaltungen verschärft. Das führt zu deutlich mehr Kosten im fünf- bis sechsstellige Bereich, welche für die Veranstalter und Kommunen zu hoch sind. Das zeigen immer mehr Absagen, wie die "Bild" berichtet.
So wurde in der 35.000 Einwohner Stadt Lage (NRW) die Frühjahrskirmes wegen nicht zu stemmender Sicherheitsmaßnahmen abgesagt. Genauso wie das Kirschblütenfest in Marburg, welches im April hätte stattfinden sollen.
Deutscher Schaustellerbund: Jede Volksfest-Absage ist "bitter"
Auch Flohmärkte sind von den Absagen betroffen. So gibt es in Rheinfelden (Baden) keinen City-Flohmarkt mehr, im bayerischen Schongau wurde der Bürgersteigflohmarkt im April abgesagt. „Ich kann nicht die Verantwortung dafür übernehmen, wenn wirklich ein Verrückter mit dem Auto Leute umnieten würde“, sagt Veranstalter Günter Fiebig gegenüber der "Bild".
„Wir haben rund 9700 Volksfeste. Jedes ist wichtig und einzigartig für eine Stadt, ein Dorf, eine Region", sagt Frank Hakelberg, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Schaustellerbundes. Aus seiner Sicht sei die Sicherheit die Aufgabe des Staates und nicht der Veranstalter. „Volksfeste sind für Schausteller die Lebensgrundlage. "Jede Absage ist bitter. Immer mehr sind existenziell", betont Hakelberg.