Wirbel um berühmten Gendarmenmarkt: In Berlins neuer 21-Millionen-Euro-Steinwüste ist für Bäume kein Platz mehr

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"... merkste selber näh?"

Allerdings gibt es auf weiten Teilen des Platzes keinerlei Grün. Wegen des Denkmalschutzes und wegen der Fläche, die für Veranstaltungen benötigt wird, mussten viele der bislang vorhandenen Bäume sogar gefällt werden. Schattenspendende Bäume stehen nur an mehreren Stellen am Rande – in den wegen des Klimawandels tendenziell immer wärmeren Sommern dürfte es daher bei großer Hitze für Besucher anstrengend werden.

"Berlin zeigt mit der Stadtglatze Gendarmenmarkt vor allem eines: unseren Wunsch nach Grün und Bäumen zu missachten", schrieb der Verkehrs- und Klimaaktivist Heinrich Strößenreuther auf der Plattform X. "Paris wird immer grüner, Berlin versiegelt weiter … merkste selber näh?", kommentierte der Schauspieler Bjarne Mädel ("Der Tatortreiniger") auf Instagram. Und die Berliner Morgenpost urteilte in einem Kommentar: "Tristes Grau und kein schattenspendendes Grün: Der für 21 Millionen Euro sanierte Platz im Herzen Berlins gleicht einer Steinwüste."

Hoffen auf japanische Bäume

Umweltsenatorin Ute Bonde (CDU) versuchte bei der Eröffnung am Donnerstag zu beschwichtigen: Am Rand des Platzes seien japanische Bäume gepflanzt worden, "japanische Schnurbäume, deren Kronen Durchmesser zwischen zwölf und 18 Metern erreichen werden. Sie werden viel Schatten spenden."

Für Aufenthaltsqualität sollen nach den Worten von Christoph Schmidt von Grün Berlin auch Sonnensegel sorgen – sowie die umliegenden Restaurants, die ebenfalls Schattenspender installieren dürften.

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