In ihren Songs und auf der Bühne gab AnNa R. alles. Die Rosenstolz-Sängerin ist im Alter von gerade einmal 55 Jahren gestorben und für immer verstummt. Dabei war Andrea Neuenhofen privat ein anderer Mensch als auf der Bühne. Der Künstlername von AnNa R. hat übrigens eine kuriose Entstehungsgeschichte – Wikipedia war dabei jedoch keine Hilfe.
Einer, der die Musikerin auch von ihrer privaten Seite kannte, war Die-Prinzen-Sänger Tobias Künzel.
Prinzen-Sänger Tobias Künzel über Rosenstolz-Kennenlernen: „Das verbindet natürlich“
Die Prinzen und Rosenstolz lernten sich Anfang der 90er Jahre kennen. „Ich erinnere mich noch, wir hatten uns vor sehr langer Zeit mal bei einer Verleihung der Goldenen Stimmgabel kennengelernt. AnNa war mit Rosenstolz eingeladen, ich mit den Prinzen“, so Künzel im Interview mit „bild.de“.
Die leicht alternativen Gruppen auf der von Dieter Thomas Heck moderierten TV-Show? Nicht unbedingt die Komfortzone der Bands. Künzel: „Lustigerweise kamen wir uns alle irgendwie ein wenig deplatziert vor. Das verbindet natürlich.“
Künzel über AnNa R.: „Es hat zwischen uns einfach gepasst“
Im Interview betont Künzel, dass er und AnNa R. keine besten Freunde waren, sich aber dennoch gut kannten und auch privaten Kontakt hatten. So saß er letztes Jahr noch bei der Rosenstolz-Sängerin in der Wohnung.
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„Als AnNa vor zwei, drei Jahren ihr Soloprojekt begonnen hatte, kam sie mit ihrem Manager, der ein gemeinsamer Freund ist, auf mich zu und fragte, ob ich nicht ein neues Lied für sie schreiben könne,“ so Künzel. „Es hat zwischen uns einfach gepasst. Das betrachte ich im Nachhinein als ziemliche Ehre.“ Die Songs wären für das zweite Solo-Album von AnNa R. gewesen.
AnNa R. und ihre Vorliebe für Hackbällchen
Er habe AnNa R. als leise und vorsichtig empfunden. Dennoch konnte sie auch anders sein, bei seinem Besuch bei ihr ging es um Hackbällchen: „Für sie war es das Wichtigste, dass sie ihre berühmten Buletten machen und Plätzchen backen würde. Das umschreibt vielleicht ihre Sehnsucht nach Heimat und ihr Bedürfnis nach einem sicheren Hafen. Deshalb wollte sie sich auch ganz bewusst bei ihr zu Hause treffen und nicht in einem anonymen Restaurant oder so.“
Hackbällchen waren aus das Thema, als Rosenstolz-Kollege Peter Plate ein letztes Mal mit ihr sprach.