Frauen, die mehr verdienen, erhöhen das Trennungsrisiko bei heterosexuellen Paaren, wie eine neue Studie zeigt. In Haushalten mit einer weiblichen Hauptverdienerin liegt die Scheidungsrate bei 31 pro 1000 Ehen, bei männlichen Hauptverdienern bei 11 pro 1000, zitiert „Fortune“ aus einer neuen Studie.
In Einverdienerhaushalten, in denen die Frau Hauptverdienerin ist, liege die Scheidungsrate noch höher (54 gegenüber 20 pro 1000), heißt es weiter.
Marianne Bertrand von der University of Chicago erklärte gegenüber „Fortune": „Die Vorstellung, dass ein Mann mehr verdienen sollte als seine Frau, beeinflusst nicht nur die Heiratsziffern, sondern auch die Arbeitszeit von Frauen und die Aufteilung der Hausarbeit."
Liz Pharo, CEO von „Divorce", sieht darin auch ein Zeichen von mehr Selbstbestimmung: „Frauen sind heute finanziell unabhängiger und verlassen unglückliche Ehen eher.“
So lang hält eine Ehe in Deutschland im Durchschnitt
Die Langzeit-Ehe ein Auslaufmodell? In Deutschland und Europa nimmt die durchschnittliche Ehedauer immer mehr ab. Das Portal Statista analysierte 2020 die Frage „Nach wie vielen Jahren scheitern die meisten Ehen?“. Als die drei jährlichen Höchstzahlen wurden
- 7446 Ehen nach 5 Jahren
- 7458 Ehen nach 6 Jahren
- 7192 Ehen nach 7 Jahren geschieden.
Sarah Connor hinterfragt nach 10 Jahren ihre Ehe
Sängerin Sarah Connor hat sich vor kurzem öffentlich zum Thema Langzeit-Ehe Gedanken gemacht. In einem Instagram-Post fragte sie: „Ist die Ehe noch zeitgemäß? Wie kann man in einer langen Beziehung glücklich sein? Kann man wirklich monogam sein?“ Connor ist in zweiter Ehe mit dem Manager Florian Fischer verheiratet, mit dem sie seit 2010 zusammen ist.
Expertenrat: Was bei einer Scheidung zu beachten ist
Wenn die Liebe vorbei, die Ehe nicht mehr zu retten ist, bleibt nur noch die Trennung. Sandra Günther, Expertin für Familienrecht, erklärt die wesentlichen Schritte bei einer Scheidung. Zu Beginn steht das Trennungsjahr, das Voraussetzung für den Scheidungsantrag ist. Ein Anwalt muss die Scheidung einreichen, wobei nur ein Anwalt benötigt wird, wenn sich beide Partner einig sind, was Kosten spart.
Nach Einreichen des Antrags sammelt das Familiengericht Informationen zum Versorgungsausgleich, bevor ein Scheidungstermin festgelegt wird.