Donald Trump: Krypto-Reserve nicht nur mit Bitcoin, Kurse springen hoch

>US-Präsident Donald Trump hat angekündigt, welche Kryptowährungen in die strategische Reserve der USA aufgenommen werden sollen und damit den Kursen dreier weniger bekannter Digitalwährungen deutlichen Auftrieb verschafft. Neben Bitcoin und Ethereum sollen die Vereinigten Staaten auch gezielt XRP, Solana und Cardano vorhalten, kündigte der US-Präsident auf seinem sozialen Netzwerk Truth Social an. Für die Preise der genannten Kryptowährungen ging es seitdem um 8 (Bitcoin) und bis zu 60 Prozent (Solana) nach oben, wobei der Bitcoin seine Kurskorrektur schon vorher begonnen hat. Dass die USA außer Bitcoin weitere Kryptowährungen in eine zu schaffende nationale Reserve aufnehmen, war vorher nicht erwartet worden.

Neben Bitcoin und Ethereum als mit Abstand bekanntesten Digitalwährungen sollen die USA damit auch drei viel weniger bekannte Digitalwährungen vorhalten. XRP ist dabei die älteste der drei. Ausgegeben von dem Kryptowährungsanbieter Ripple Labs soll der Token als Brückenwährung für Transfers dienen. Vor anderthalb Jahren wurde in den USA bestätigt, dass XRP auf öffentlichen Kryptobörsen frei gehandelt werden kann und die SEC nicht für die Aufsicht zuständig ist. Cardano stammt dagegen von einem Mitgründer von Ethereum und wird seit zehn Jahren entwickelt. Solana ist die jüngste der fünf Kryptowährungen und blickt trotzdem schon auf eine ereignisreiche Geschichte zurück, etwa mit einem öffentlichkeitswirksamen Hack.

Mit der Ankündigung hat Donald Trump nun auch dafür gesorgt, dass die Kryptogeldmärkte die Verluste der vergangenen Tage fast komplett wiedergutgemacht haben. Während XRP, Solana und Cardano auch im Wochenvergleich jetzt deutlich im Plus stehen, haben nur der Bitcoin und Ethereum ihren Kurs von vergangenem Montag noch nicht wieder eingeholt. Trump hatte seinen Plan für eine nationale Reserve aus Bitcoin & Co. nach seiner Amtsübernahme publik gemacht, danach war es darum aber ruhig geworden. Weil seine Handelskonflikte mit Staaten wie Kanada und Mexiko gleichzeitig die US-Börsen unter Druck gesetzt haben, waren auch die Kryptogeldkurse danach stark gesunken. Damit scheint es nun zu Ende.

Trump, der in seiner ersten Amtszeit noch ein Kritiker von Kryptowährungen wie dem Bitcoin war und um die Vormachtstellung des US-Dollar fürchtete, hat seine Einstellung im Wahlkampf geändert. Im Gegenzug hat seine Wahlkampagne millionenschwere Spenden aus der Branche bekommen, die sich von der neuen Regierung viel mehr Freiheiten erhofft. So gehörte Ripple der Nachrichtenagentur Reuters zufolge zu den größten Geldgebern aus der Kryptobranche, die sich nicht nur für die Wahl Donald Trumps eingesetzt haben. Unterstützt wurden demnach auch Kandidaten für den US-Kongress, die die Wünsche in die Gesetzgebung einfließen lassen sollen.